Beim Morbus Behçet (MB) handelt es sich um eine systemische Vaskulitis, die durch einen rezidivierenden Verlauf gekennzeichnet ist und mehrere Organsysteme betrifft. MB kann sich durch zahlreiche Zeichen und Symptome äußern, zwischen denen zunächst kein Zusammenhang zu bestehen scheint, beispielsweise durch rezidivierende Aphthen im Mund und Genitalulzera, Uveitis und Hautläsionen. Die Auswirkungen von MB sind individuell verschieden, wobei es bei manchen Patienten zu einer spontanen Ausheilung kommt.

Im Auge ist MB eine Ursache für eine Entzündung in Form einer Uveitis, die zu Erblindung führen kann. Die Uveitis verursacht verschwommenes Sehen, Rötung, Schmerzen und eine Verschlechterung der Sehkraft in einem oder beiden Augen. Abhängig von der geografischen Region liegt bei 50 bis 90 % der Patienten mit MB die okuläre Form vor, am häufigsten im Nahen und im Fernen Osten, insbesondere in Japan.

Die Behandlung besteht aus Medikamenten zur Reduzierung der Zeichen und Symptome von MB und zur Verhinderung von schwerwiegenden Komplikationen wie einer Erblindung.